Chronik

Im Jahre 1922 lebte der Handballsport der Westfalia innerhalb der Leichtathletik-Abteilung auf. Adolf Krüger war es, der sich für diesen Sport einsetzte. Richtigen Aufschwung jedoch bekam die Abteilung erst, als Karl Röse im Jahre 1924 Obmann wurde und dann anschließend durch Willi und Karl Schröder abgelöst wurde. Im Jahre 1929 stieg die 1. Mannschaft in die höchste Klasse auf. Es waren besonders schwere Spiele gegen Werden 08, Buer 07 und Röhlinghausen. Die größten Erfolge erzielte die Mannschaft in den Jahren 1930 – 1932. In diesen Jahren erkämpfte sich die Mannschaft die Gruppen- meisterschaft und nahm an den Spielen um die Ruhrbezirksmeisterschaft teil. Mit der Leitung der Abteilung lösten sich in dieser Zeit Heinrich Hecht, Rudi Hüls und Hermann Zetsche ab. 

Im Spieljahr 1936/37 konnte wieder einmal eine Gruppenmeisterschaft errungen werden. Unter der Leitung von Walter Schmidt und Willi Simon nahm die Abteilung einen großen Aufschwung. Bis zum Kriegsausbruch wurde fast jede Stadtmeisterschaft errungen. Eine große Lücke entstand in der Abteilung durch den Krieg. 

Als im Jahre 1945 Willi Simon nach seiner Rückkehr aus dem Kriege die Abteilung neu aufbaute und sich die alten bewährten Kämpen der Westfalia zurückholte, wurde sie eine Abteilung, die im gesamten westfälischen Handball einen guten Namen hatte. Der Mitgliederzuwachs hielt an, so dass die Abteilung bald über 100 aktive Spieler hatte. Da die britische Besatzungsmacht die alten Vereinsnamen verboten hatte, wurde der Spielbetrieb unter dem Namen “SC Westfalia Strünkede“ wieder aufgenommen. Jedes Heimspiel musste bei der Besatzungsmacht in Arnsberg angemeldet und genehmigt werden. Erst ab 1947 durfte der Name „SC Westfalia 04 Herne“ wieder geführt werden. Walter Schmidt wurde wieder Handballobmann und schied im Jahre 1949 aus. Hin und her ging es in der Abteilung, bis dann Rudi Schöpp, der gleich nach dem Kriege die Jungendabteilung wieder aufbaute, die Geschäfte der Abteilung in seine Hände nahm. Es ging wieder aufwärts. Die Breitenarbeit war groß und bald stand uns wieder eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung. 

Die Gauklasse, in die wir schon wieder 1948 aufgestiegen waren, wurde abgeändert in eine Landesliga. Wir spielten mehrere Jahre in dieser Landesliga mit wechselndem Erfolg. Da die alten Kämpen ihre Pflicht getan hatten, mussten sie durch jüngere Spieler ersetzt werden. Ihre Namen sollen noch einmal erwähnt werden: Simon, Rosche, Telkemeier, Klopottek, Thöne, Wille, Oleinik, Bodenstein, Korte, Schulz, Fiebinger, Schwarz und Padberg, der sich noch einige Jahre der 1. Mannschaft zur Verfügung stellte. So ist auch nicht verwunderlich, dass wir im Spieljahr 1954/55 den Weg in die Kreisklasse antreten mussten. Doch schon 1956/57 wurde unsere Mannschaft wieder Kreismeister, scheiterte aber bei den Aufstiegsspielen an PSV Recklinghausen. 1958 schaffen wir den Aufstieg in die erste Hallenhandball-Kreisklasse. 1959 stiegen wir wieder in die Landesliga auf. Die Mannschaft spielte mit Hoff, Drescher, Schulte, R. Eisenmenger, Eul, Borgmann, Thielert, Schmidt, Gawol, Janko und Hinz. Bei der Aufstiegsfeier erhilt Karl Schröer den Ehrenbrief des Landesverbandes und die Spieler Cojaniz, Drescher, Fiebinger, Oleinik und Eikermann die Ehrennadel des Kreises. 

Im Spieljahr 1962/63 stiegen wir wieder in die Kreisklasse ab. 1963 waren wir Tabellenzweiter, scheiterten aber im Entscheidungsspiel an der SG Castrop. In diesem Jahr wurden wir wieder einmal Feldhandballstadtmeister und konnten die DJK Elmar Herne mit 7 : 6 besiegen. Durch einen 7 : 5 Sieg über den CVJM Herne wurden wir 1964 Stadtmeister im Hallenhandball und anschließend ging es auf die große Fahrt nach Berlin zum Hallenturnier des TuS Neukölln. Ein Jahr später, 1965, stiegen wir wieder in die Bezirksklasse auf. Den Kreismeistertitel im Hallenhandball holten wir uns im Jahre 1966 erneut durch einen 7 : 4 Sieg über TuS Holsterhausen und stiegen in die Kreisliga auf. 1967 erkämpften wir uns den Titel des Meisters der Hallenkreisliga, konnten aber bei den Aufstiegsspielen zur Hallen-Industrieliga in der Dortmunder Westfalenhalle den Aufstieg nicht schaffen. In dieser Zeit spielten: Niehöfer, Pimey, Krone, Laabs, R. Eisenmenger, Krampe, Grobe, Tutas, Schulte, Schmidt, Borgmann, Bruns und Biereichel. Im Jahre 1968 ein schöner Doppelerfolg. Die erste Mannschaft wurde Kreismeister im Feld- und Hallenhandball. Rudi Schöpp stellte in diesem Jahr sein Amt wegen beruflicher Überlastung zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Günter Haselhorst, der allerdings kurze Zeit später auch aus beruflichen Gründen Herne verlassen musste. Das Amt des Obmannes übernahm Urlich Grobe. 

Im Jahre 1969 wurden wir wieder Stadtmeister in der Halle, konnten uns aber bei den Aufstiegsspielen zur Hallen-Industrieliga in Witten wieder nicht qualifizieren. Wenig später wurden wir Turniersieger beim TUSEM Essen. Den Kreismeistertitel im Hallenhandball erkämpften wir wieder im Jahre 1970, doch wurde uns von der Westfalia Hörde der Weg zum Aufstieg versperrt. Bei den Spielen um die Stadtmeisterschaften wurde die 

1. Mannschaft wieder Stadtmeister. Es machte sich immer wieder bemerkbar, dass Herne keine geeignete Sporthalle besaß. Während in anderen Städten die Hallen gebaut wurden, mussten wir immer anreisen, um uns für die Meisterschaften fit zu machen. Nach der Feldmeisterschaft kam auch dann immer die Reisezeit für die Handballer. Wir fuhren nach Essen, Bochum, Sythen, Spenge, Münster, Utrecht, Osnabrück, Neheim-Hüsten und anderen Gastgebern. 

Im Jahre 1972 stiegen wir in die Feldhandball-Kreisklasse ab. Aus Anlass des 50-jähjrigen Bestehens der Handballabteilung fand ein Internationales Hallenhandballturnier statt. Sieger wurde der TuS Ickern. Nun wurde nur noch in der Halle gespielt. Der Feldhandball hatte aufgehört. Es gab noch einmal eine Kleinfeldrunde, die aber nur ein Trainingsbetrieb darstellte. 1975 wurde die erste Mannschaft radikal verjüngt und stieg 1977 aus der Hallenbezirksliga ab. Zu diesem Zeitpunkt übernahm Norbert Schildgen und Klaus Kuschkewitz die Leitung der Handballabteilung. Doch 1979 wurde die Mannschaft wieder Meister der Kreisliga und stieg in die Hallenbezirksliga auf. 

Anfang der achtziger Jahre spielte diese junge Mannschaft mit unterschiedlichem Erfolg in der Bezirksklasse. Folgende Spieler sind zu erwähnen: Erich, Abenath, Janezic, Pieper Marth, Assen, Hallfarth, Nowak, Preitschat, Kühn, Schlechtrimen, Blaczyk, Waleschkowski, Vossbeck, Balke, Brosik. Später kamen auch Ch. Schildgen, Scharpenberg und Ötte Schön zum Einsatz. Trainer waren in diesen Jahren R. Eisenmenger, Peter Überschär und Jupp Kallway. Der Abstieg in die Kreisliga 1983 ließ sich aber nicht verhindern. Ab 1986 übernahm dann Uwe Harker und Roland Kühn das Training. Zum Kader gehörten Nagorka, Abenath, Erich, Gerthold, Kühn, E. und N. Assen, Schön, Reimann, Hallfarth, Ihnen, Woitacha, Harker, Niemeier, Köllner, Schön, Stankiewitz. Diese Mannschaft stieg dann 1985/86 wieder in die Bezirksliga auf. Ebenfalls stieg die 2. Mannschaft in die Kreisliga auf. Zum Einsatz kamen: Mazurek, Frömberg, Stengel, A. und T. Haasch, Vossbeck, Walinski, Woitacha, Albrecht, C. Schildgen, Kuschkewitz, Neumann, van Rüden. 

Für die Saison 89/90 gelang es der Westfalia den Litauer Valius Barbarskas vom damaligen IHF-Pokalsieger der UdSSR, Granitas Kaunas zu verpflichten. Ungeschlagen stieg dann 1990 unter Norbert Moller folgende Mannschaft in die Landesliga auf: Nagorka, W. Wischeloh, R. Wischeloh, Wichtmann, Haschek, Harker, Reimann, E. Assen, Selter,Ihnen, Dudda, Barbarskas, Kostuj. Im Spieljahr 1991/92 erneut ein Doppelaufstieg. Die 1. Mannschaft stieg zuerst unter Spielertrainer V. Barbarskas und dann mit Trainer M. Wolf in die Verbandsliga auf, die 2. Mannschaft in die Kreisliga. Für die 1. Mannschaft spielten: Hinkelmann, Biege, Oberwittler, Heinemann, Dudda, Barbarskas, Westhoff, R. Wischloh, W. Wischeloh, Nagorka, Ihnen, Kostuj, Selter. In der 2. Mannschaft spielten: Armbruster, H. Schmidt, Woitacha, Schröder, Koenen, N. Assen, Reimann, Busczyk, Grafe, Brenker, Vossbeck, H. Wischekoh, C. Heinemann, E. Assen, Dreier, Leifels, Schweden, Köllner, Reuter. 

Im Jahre 1992 trennte sich die Handballabteilung vom Hauptverein und wurde ein selbständig eingetragener Verein. Die Vereinsgründung am 14.06.1992 mit dem Namen „SC Westfalia Herne Handball e. V.“ wurde mit folgenden Gründungsmitgliedern eingeleitet. Norbert Assen (1. Vorsitzender), Norbert Schildgen (2. Vorsitzender), Edgar Assen (Geschäftsführer), Ralf Vossbeck (Kassierer), Guido Reimann (Sportwart). Im Verwaltungsrat waren Frank Ihnen, Klaus Kuschkewitz und Andreas Haasch. Den Vorsitz gab Norbert Assen nach 2 Jahren an Norbert Schildgen weiter. 

Erfolgreich war auch unter Trainer D. Rogalla die A-Jugendmannschaft. Sie schaffte 1993 den Aufstieg in die Oberliga. In der Saison 94/95 konnte auch durch mehrmaligem Trainerwechsel (Säger, Tutas, Woschny/Rogalla) der Abstieg in die Landesliga nicht verhindert werden. Jeweils nur knapp verpasste die 1. Mannschaft dann in dem folgenden Jahr den Aufstieg in die Verbandsliga. Die Saison 96/97 war dann wieder eine sehr erfolgreiche für die Westfalia. Nicht nur das erstmals 4 Männermannschaften gemeldet werden konnten, auch wurde unter Trainer H. Wenzel und Co-Trainer J. Nagorka der Aufstieg mit folgender Mannschaft geschafft: P. Heinemann, M. Stodieck, Wolf, Grzesinski, Kostuj, Heckmann, Euler, Hahn, Dudda, S. Stodieck, Klaffke und Czerniauskas. Einen schönen Erfolg errang unter Trainer B. Bauch unsere B-Jungend, die Kreismeister wurde. 

Im Jahr 1999 wurde die Spielgemeinschaft JSG Wanne-Herne 99 gegründet. Sie entstand aus dem Zusammenschluss der Jugendabteilungen von SC Westfalia Herne Handball e. V. und TV Wanne 1885. Zum Start gab es 10 spielfähige Mannschaften, die in allen Klassen vertreten waren. Dies war auch das Jahr, in dem Martin Schade die Vereinsführung der Westfalia übernahm. 

Die Saison 2003/04 wurde von der 2. Mannschaft zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Sie waren Punktgleich mit dem SV Westerholt II und konnten dann das anstehende Entscheidungsspiel für sich entscheiden. Für den Aufstieg unter dem Trainer Detlev Rauth waren folgende Spieler verantwortlich: J. Wolf, H. Wolff, Kostuj, Komisarek, Wübbels, Dünwald, Cerniauskas, Euler, Heinemann, Nagorka, Ohmsetter, Hülsmann, Reichstein. 

Einen ebenfalls erfolgreichen Abschluss in der gleichen Saison verbuchte die neu gegründete 3. Mannschaft. Sie stiegen von der 4. Kreisklasse in die 3. auf und schafften in der nachfolgenden Saison 2004/05 gleich den erneuten Aufstieg in 2. Kreisklasse. Hier spielten: Ihnen, Harker, Schade, Pniocinski, Tim und Nils Lisebach, Sarkowski, Edgar und Norbert Assen, Reimann, S. Neumann, O. Neumann, Hallfarth, Erich, Ch. Schildgen, Rauth, Vossbeck, Paulat, Ganswind, J. Wolff. 

Die Saison 2005/06 endete mit einem denkbar knapp und ärgerlich verpassten Aufstieg in die Oberliga. Erst vergab man die Meisterschaft nach langer Tabellenführung im letzten Saisonspiel in Volmetal und dann verlor man bei der Chance von zwei Relegationsspielen gegen Minden- Hahlen. 
Es spielten: Dirk Wiesner, Jochen Müller, Frank Klaffke, Stefan Stodieck, Thilo Latuske, Björn Dambeck, Kai Westphal, Robert Lukic, Thomas Massat, Matthias Morawietz, Markus Hinz, Frank Grzesinski, Trainer waren erst Ralph Woschny und danach Jan Nahrstedt. 

Ende 2005 wurde dann in einer Mitgliederversammlung ein neuer Vereinsname beschlossen: HC (für Handballclub) Westfalia Herne e. V.

Historie

  • 1922 Gründungsjahr
  • 1926 Gründung einer Jugendabteilung 
  • 1929 Stadtmeister auf dem Großfeld – ununterbrochen bis 1954
  • 1930 Ruhrbezirksmeister 
  • 1933 Damen nehmen den Spielbetrieb auf
  • 1948 Wiederaufnahme des Spielbetriebes mit Damen-, Herren- und Jugendmannschaften, Aufstieg in die Gauklasse 
  • 1952 Kreismeister Kleinfeld Landesliga Feldhandball 
  • 1956 Stadtmeister Großfeld
  • 1957 Kreismeister
  • 1958 Kreismeister und Beginn der Hallenrunden
  • 1960 Bezirksliga Großfeld
  • 1964 Erstmals Stadtmeister in der Halle
  • 1966 Kreismeister Halle
  • 1971 Einweihung der Westringhalle
  • 1972 Ausrichtung des ersten internationalen Hallenhandballtuniers und Ende der Feldhandball Ära
  • 1975 Erneute Gründung einer Damenmannschaft, A-Jgd Industriemeister und 2. Westfalenmeister
  • 1986 Doppelaufstieg in die Bezirksklasse, 1. Kreisklasse
  • 1990 Aufstieg in die Landesliga
  • 1992 Doppelaufstieg in die Verbandsliga, Kreisliga, Trennung vom Hauptverein; selbständig eingetragener Verein
  • 1993 Aufstieg der A-Jgd. In die Oberliga
  • 1997 Erneuter Aufstieg in die Verbandsliga, B-Jgd. Kreismeister
  • 1999 Gründung der JSG Wanne-Herne 99 
  • 2004 Doppelaufstieg der 2. Mannschaft in die Bezirksliga und der 3. Mannschaft in die 3. Kreisklasse
  • 2005 Aufstieg der 3. Mannschaft in die 2. Kreisklasse
  • 2010 Abstieg der 1. Mannschaft in die Landesliga
  • 2010 Abstieg der 2. Mannschaft in die Bezirksliga
  • 2011 Aufstieg der 3. Mannschaft in die 1. Kreisklasse

Bilder zur Chronik

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