A - Jugend: Qualifikationsturnier für die Oberliga Westfalen

A-Jugend

Dank der starken Leistung vom letzten Wochenende bei dem Turnier auf Kreisebene durfte der HCW die nächste Runde der Qualifikation ausrichten. Ziel der Dragons war mindestens das Erreichen des zweiten Turnierplatzes, wahrt dieser doch alle Chancen auf die erfolgreiche Qualifikation der Oberliga. Ein erster Platz würde die sichere Oberligaqualifikation bedeuten und berechtigt entsprechend gemeldete Mannschaften auch für die Quali zur Jugend Bundesliga. Da die Westfalia hierfür jedoch keine Meldung vorgenommen hat, wäre der sichere Platz in der Oberliga schon Ansporn genug für die Dragons.

Ein langes Turnier begann für die Westfalia gegen die JSG Eiserfeld-Siegen. Gespielt wurde zwei mal 20 Minuten im Modus jeder gegen jeden, so dass jedes Team nach den beiden Tagen  auf über drei Stunden Spielzeit kam. Der HCW sorgte schnell für klare Verhältnisse. Tor um Tor zog man den Siegerländern davon. Bereits zur Pause stand ein beruhigender 14:5 Vorsprung auf der Anzeigetafel. Auch im zweiten Durchgang ließen die Herner nichts anbrennen. Souverän bauten die Strünkeder die Führung aus und kamen so zu einem nie gefährdeten 31:13 Erfolg. Der Auftakt war geglückt und die Anfangsnervosität verflogen. Im zweiten Spiel des Tages schlug die SG Handball Hamm die DJK Sparta Münster mit 25:16, anschließend setzte sich die JSG Werther/Borgholzhausen ebenso deutlich mit 24:14 gegen die SG Menden Sauerland Wölfe durch. Aufgrund der klaren Ergebnisse kristallisierten sich damit 3 Anwärter auf die ersten beiden Plätze heraus. Eiserfeld musste im darauf folgenden Spiel gegen Sparta Münster beim 15:16 seine zweite Niederlage einstecken. Die SG Handball Hamm, die neben Werther/Borgholzhausen auch für die A-Jugend Bundesliga gemeldet hat, tat sich im Spiel gegen die Wölfe erstaunlich schwer. Der Nachwuchs des Zweitligisten kam jedoch zu einem knappen 20:19 Erfolg. Nun wurde es für die Dragons wieder ernst. Mit der JSG Werther/Borgholzhausen traf man auf einen alten Bekannten. Vor zwei Jahren trafen beide Mannschaften in der B-Jugend Oberliga aufeinander und konnten jeweils einen Heimsieg für sich verbuchen. Das Spiel startete ausgeglichen. Die Gäste lagen jedoch von Beginn an permanent in Front. Mitte des ersten Durchgangs konnte sich die JSG jedoch auf 4:8 absetzen. Die Westfalia kämpfte ich über exzellente Deckungsarbeit jedoch zurück ins Spiel. Trotz einer Vielzahl vergebener Chancen hatte man mit dem 10:9 zur Pause vermeintlich die Wende geschafft. Unterstützt durch einen glänzend aufgelegten Daniel Ebereonwu im Tor setzten sich nun die Strünkeder ab. Der starke und pfeilschnelle Oskar Kostuj erzielte in der 29. Spielminute die erste fünf Tore Führung. Mit 16:11 brachte er seine Farben in Front. Werther gab jedoch nicht auf. Fünf Minuten vor dem Abpfiff war der Vorsprung auf einen Treffer geschmolzen. Zu allem Überfluss musste Gerrit Bremer aufgrund eines Schlages vor den Kehlkopf auch noch weite Teile des zweiten Spielabschnittes auf der Bank sitzen und konnte in der Schlussphase nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Doch damit nicht genug, Oskar Kostuj knickte in den letzten Minuten noch um und musste den Rest des Spieles seine Mannen von der Bank unterstützen. Die insgesamt sechste Zweiminutenstrafe gegen die Dragons brach dem HCW dann das Genick. Drei Treffer in Folge führten zum 18:20 Erfolg für die Gäste. Ein würdiger Abschluss des ersten Turniertages, sah man doch ein ausgeglichenes, spannendes Handballspiel auf hohem Niveau, leider mit dem unglücklichen Ende für die Gastgeber. So war der erste Platz wohl bereits passé.

Auch den zweiten Turniertag eröffneten die Dragons. Es ging gegen die Sparta aus Münster. Die Strünkeder mussten auf den offensiv wie defensiv starken Alexander Schade verzichten, der auf der Konfirmation seines Bruders weilte. Der Ausfall tat dem Spiel der Herner jedoch keinen Abbruch. Mit 4:0 starteten die Dragons in die Begegnung. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte Jonas Eichstedt mit seinem sehenswerten Treffer zum 9:3. Die Partie schien gelaufen. Dennis Wahlers und Rasmus Storkebaum wechselten munter durch. Der Spielfluss kam ins Stocken. In Erwartung des vermeintlich sicheren Sieges ließ die Konzentration der Herner nach. So kam Münster noch auf drei Tore heran, bevor am Ende der 16:13 Sieg der Westfalia feststand. Die darauf folgende Partie bestritten die noch ungeschlagenen Mannschaften der JSG Werter/Borgholzhausen und der SG Handball Hamm. Die leicht favorisierte JSG kam dabei zu einem in der Höhe überraschend klarem 29:13 Erfolg. Die SG Handball Hamm wurde förmlich aus der Halle gefegt. Anschließend kamen die Sauerland Wölfe zu einem ungefährdeten 22:15 Erfolg über die Siegerländer. Nun traf der HC Westfalia Herne auf die SG Handball Hamm. Konzentriert ging man gegen die Gäste zu Werke. Alexander Schade war wieder mit an Bord und auch der angeschlagene Oskar Kostuj startete diese wichtige Begegnung von Beginn an. Die Herner Deckung stand wieder sattelfest und das schnelle variable Angriffsspiel ließ keinen Zweifel an dem Anspruch der Dragons auf einen Sieg aufkommen. Kontinuierlich setzte sich die Westfalia ab. Richard Sibbels Treffer zum 14:7 bedeutete den Halbzeitstand. Nach dem Wiederanpfiff blieb der HCW konzentriert. Die Gäste aus Hamm hatten keine Chance. Mit seinem Treffer zum 19:9 erzielte Gerrit Bremer dreizehn Minuten vor dem Schlusspfiff gar einen zehn Tore Vorsprung für die Herner.  Jetzt ließ es die Westfalia etwas ruhiger angehen. Hamm kam noch etwas heran, konnte den Gastgebern jedoch nicht mehr gefährlich werden. Die Dragons fuhren mit dem 25:17 den dritten Sieg ein und verschafften sich die besten Voraussetzungen für den zweiten Turnierplatz. Gegen die noch sieglose JSG Eiserfeld-Siegen ließ Borgholzhausen nichts anbrennen. Der ungeschlagene Tabellenführer kam zu einem 35:22 Erfolg. Im anschließenden Spiel wurde voraussichtlich der vierte Platz „ausgespielt“. Die SG Menden Sauerland Wölfe setzte sich knapp gegen Sparta Münster mit 19:16 durch. Hamm schlug dann Siegen in einem erstaunlich engen Spiel mit 21:18. Nun mussten die Dragons in ihre letzte Begegnung. Die Wölfe mussten hoch gewinnen, wollten sie die Westfalia noch von dem zweiten Tabellenplatz verdrängen. Menden ging hoch motiviert in die Partie. Der HCW wirkte unausgeschlafen. Nach fünf Minuten lagen die Gäste mit 3:0 vorne. So langsam wachten die Dragons auf. Nach dem 6:6 durch Oskar Kostuj war man wieder im Spiel. Die Abwehr arbeitete wieder wie gewohnt und Richard Sibbel wurde immer wieder von Gerrit Bremer am Kreis gesucht und gefunden. So war Sibbel in dieser Partie alleine sechsmal erfolgreich. Zur Pause war dann wieder der erfolgreichste Torschütze der Herner zur Stelle. Mit einer 10:7 Führung ging es in die fünf minütige Pause. Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Westfalia weiter ab. In der 27. Spielminute war die Führung auf 15:8 ausgebaut. Zwar schaltete der HCW einen Gang zurück, doch der 20:16 Erfolg war nie ernsthaft in Gefahr. In der letzten Begegnung des Tages ließ die JSG Werther/Borgholzhausen nichts anbrennen. Sparta Münster wurde mit 18:14 in die Schranken gewiesen.

Betrachtet man das ganze Wochenende haben die Dragons wieder einmal ihre Qualität unter Beweis gestellt. Der überragende Daniel Ebereonwu im Tor, hatte mit Noah Ben Said einen starken zweiten Mann, der da war, wenn man ihn brauchte. Der Rückraum mit Gerrit Bremer, Luca Messner, Alexander Schade oder Dominik Wolak war ein weiterer Garant des Erfolges, zudem wussten die vier auch in der Defensive zu überzeugen. Die Außenspieler Joshua Dudda, Jonas Eichstedt, Jasper Meier konnten immer wieder einnetzen. Rasmus Frein und Richard Sibbel überzeugten vom Kreis und der schnelle Oskar Kostuj zeigte sowohl auf der Mittel- als auch auf der Außenposition eine hervorragende Leistung. Toll, dass Julian Ollesch trotz seiner beruflichen Einbindung die Mannschaft mit einer starken Leistung unterstützt hat. Der HCW stellte stärkste Abwehr des Turniers und scheiterte nur mit Pech am Turniersieg.

Am nächsten Wochenende geht die Qualifikationstortur weiter. In einem Turnier aller Zweitplatzierten dieses Wochenendes werden die nächsten Plätze um die Oberliga Westfalen ausgespielt. Da allerdings auch der dritte und vierte des Turnieres als Nachrücker in die Oberliga gelangen kann, ist eine Qualifikation der Dragons hoch wahrscheinlich.

Für den HCW spielten: Daniel Ebereonwu (T), Noah Ben Said (T), Gerrit Bremer (16), Joshua Dudda (4), Jonas Eichstedt (6), Rasmus Frein (5), Oskar Kostuj (23), Jasper Meier (6), Luca Messner (9), Julian Ollesch (1), Alexander Schade (10), Richard Sibbel (18), Dominik Wolak (12)