1. Mannschaft: Ahlener SG 2 : HC Westfalia Herne 29:46 (15:23)

1. Mannschaft

Von Manfred Scheibe, WAZ Herne

Äußerst gut gelaunt kehrten die Herner gestern am späten Nachmittag aus Ahlen zurück. Der Grund: Sie hatten dem Landesligameister und Aufsteiger in die Verbandsliga eine Lektion erteilt. Dabei war der Gastgeber mit voller Besetzung angetreten, hatte aber offenbar doch die Aufstiegsfeier vom Vortag in den Knochen. Verschenken wollte Ahlen aber nichts und drehte nach dem 0:4-Rückstand auf. Bis zur 12. Minute hatte sich die SG auf 8:10 heran gekämpft. Insbesondere Torjäger Lukas Fischer (11/2) war in dieser Phase von der HCW-Abwehr schwer in den Griff zu kriegen. Offensivaktionen gegen ihn wurden entweder zu spät oder gar nicht eingeleitet. Seine Gefahr nahm erst ab, als ihn Fabian Scheunemann kurz deckte. Jetzt klappte auch die schnelle Verschiebung und Verdichtung zur kompakten Deckung, so dass die Strünkeder sich befreien und durch eine hervorragende Trefferquote aller Spieler bis zur 25. Minute auf 20:12 absetzen konnten. Maik Klamann beispielsweise hatte bei seinen sieben Torwürfen von der Rechtsaußenposition keinen Fehlwurf. Alle anderen Mitspieler standen ihm nicht nach. Ahlen hatte zu diesem Zeitpunkt offenbar eingesehen, dass in diesem Duell gegen die entfesselt auftrumpfenden Herner nichts zu holen war. Im zweiten Abschnitt hielt Westfalias Dominanz an. Mit vielen leichten Toren nach gekonnt vorgetragener erster und zweiter Angriffswelle bauten die Blau-Weißen den klaren Vorsprung immer weiter aus. Auch eine zwischenzeitliche Manndeckung für Luke Schumann störte den Rhythmus und die Torgefahr des HCW nicht. Im Tor zeigten Daniel Ollesch und der nach der Pause zwischen den Pfosten stehende Daniel Ebereonwu solide Leistungen. Für den kurzfristig ausgefallenen Maximilian Schilling sprang der zuletzt in der Zweitvertretung aushelfende Jan Carl Hildwein ein und war gleich wichtiger Bestandteil des Teams. Alle acht Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein, aus der neben Klamann noch Luke Schumann (7), Marvin Scheunemann (8) und Fabian Scheunemann (14/5) besonders hervorstachen. „Bei uns hat einfach alles geklappt. Sowohl Pfosten- als auch Blockabpraller landeten wieder bei uns und wurden eiskalt verwertet. Mit Ausnahme der Anfangsphase arbeitete die Mannschaft auch in der Defensive ausgezeichnet“, freute sich Trainer Robertas Cerniauskas über diesen Streich.

HCW: Ollesch, Ebereonwu; Schumann (7), Klamann (7), Hildwein (1), Hodde (2), M Scheunemann (8), F. Scheunemann (14/5), Schade (5), Schwitalski (2)