1. Mannschaft: HC Westfalia Herne : DJK Coesfeld 34:31 (16:15)

1. Mannschaft

Von Manfred Scheibe, WAZ Herne

Sieg ist Sieg, auch wenn die Vorstellung des heimischen Landesligisten nicht von spielerischem Glanz geprägt war. Das Schlusslicht aus Coesfeld ließ sich nicht hängen und versuchte immer wieder, mit energischen Aktionen die permanenten Rückstände zu verkürzen. Einmal ging der als Absteiger bereits feststehende Gast sogar in Führung (6:5), doch mehr ließen die Strünkeder letztlich nicht zu. Mit nur zwei Auswechselspielern war die Bank des Gastgebers äußerst schwach besetzt. Die Mannschaft schlug sich unter diesen Voraussetzungen mehr als achtbar. Einen Ausfall von Torhüter Hannes Greger hätte es nicht geben dürfen, weil Daniel Ollesch und Daniel Ebereonwu diesmal nicht zur Verfügung standen. Trainer Cerniauskas hatte mit Alexander Schade auf Halblinks und Luke Schumann auf Halbrechts sowie Maximilian Schilling auf der Mittelposition in Angriff wie Abwehr eine neue Konstellation gewählt, die naturgemäß nicht immer das Verständnis der sonstigen Stammbesetzung zeigen konnte. Doch bei Robertas Cerniauskas kam nie das Gefühl auf, dass die Partie verloren gehen könnte. „Spielerisch waren wir stärker, haben es aber versäumt, nach einem Vier-Tore-Vorsprung weitere mögliche Treffer nachzulegen. Das hätte Coesfeld sicherlich die Motivation genommen“, beklagte der HCW-Trainer die vergebenen Torchancen aus guten Positionen. Nach sicheren Führungen schlich sich etwas der Schlendrian ein. Beim Abschluss mangelte es an der vollen Konzentration, während die Defensive in manchen Situationen zu passiv agierte. Hannes Greger hielt mit guten Paraden seinem Team aber den Rücken frei und ließ es nie brenzlig werden. Besonderes Lob zollte Robertas Cerniauskas den Scheunemann-Brüdern, die gemeinsam 20 Treffer erzielten und dabei auch von der Siebenmetermarke - anders als in der Vorwoche - viermal nicht fehlten. Einen guten Job attestierte der Trainer auch Maximilian Schilling, der die Rolle des Spielgestalters bei seiner größten Einsatzzeit im bisherigen Meisterschaftsverlauf gut ausfüllte. Keine Hemmungen hatte der junge Alexander Schade, die Nahtstellen der gegnerischen Abwehr zu durchbrechen und immer wieder für Unruhe zu sorgen. Kraftvoll auch wieder Luke Schumann. Die Torwurfquote hatte allerdings bei allen Schützen noch etwas Luft nach oben. In der Endphase verletzte sich Johannes Rogat am Sprunggelenk. Hier bleibt die genaue Diagnose abzuwarten. Zum vorletzten Meisterschaftsspiel muss Westfalia beim Aufsteiger SG Ahlen II antreten. 

HCW: Greger; Schumann (6), Klamann, Rogat (2), Hodde (2), Schilling, M. Scheunemann (9/1), F. Scheunemann (11/3), Schade (4)