1. Mannschaft: TuS Borussia Höchsten : HC Westfalia Herne 29:28 (15:12)

1. Mannschaft

Von Manfred Scheibe, WAZ Herne

Mehr als unglücklich und unverdient unterlagen die Strünkeder durch einen verwandelten Strafwurf der Hausherren 15 Sekunden vor dem Abpfiff. In der folgenden Auszeit legte Trainer Cerniauskas mit einem siebten Feldspieler noch einen Plan für den letzten Angriff fest. Tatsächlich wurde Marvin Scheunemann auf Linksaußen auch freigespielt, doch parierte Höchstens Keeper seinen Wurf. Der berechtigte Lohn für eine engagierte, kämpferische Leistung blieb letztlich aufgrund einer nicht optimalen Wurfausbeute aus.

Die Startphase verlief ganz nach dem Geschmack des HCW. Höchsten hatte beim schnellen und sicheren Ballvortrag der Herner stets das Nachsehen. Über 8:4 lag Westfalia in der 15. Minute noch 10:7 in Front, als die Dortmunder ihr Deckungssystem umstellten und die Strünkeder mit schnellen Offensivaktionen intensiv angingen. Abspielfehler und Ballverluste wurden provoziert, die dem Gastgeber überwiegend nach Tempogegenstößen innerhalb von neun Minuten sechs Serientore zur 13:10-Führung einbrachten. Aber die Herner blieben immer wieder dran, erholten sich von weiteren Nackenschlägen, die mehrfach eine Sechs-Tore-Differenz zur Folge hatten. Robertas Cerniauskas Mahnung, den Ball nicht vor der Abwehr zu prellen und läuferisch nicht nachzulassen, wurde befolgt und führte von 15:21 schon vor dem ersten Ausgleichstreffer (28:28) zu mehreren Großchancen. Gleich zweimal zeichnete sich der Dortmunder Schlussmann aus, als Richard Sibbel freistehend vom Kreis vergab und der ansonsten überragende Haupttorschütze Fabian Scheunemann im Nachwurf ebenfalls scheiterte. Auch stach diesmal die rechte Angriffsseite gegenüber der linken hervor. Johannes Rogat markierte nicht nur vier Tore, er bediente auch mehrmals Fabian Scheunemann am Kreis. Maik Klamann setzte die Aktionen fort, als Rogat platt war. Im Herner Innenblock fehlte zum zweiten Mal Alexander Rödiger, doch Robin Hodde bildete auch mit Kai Schwitalski ein gutes Team. Torwart Daniel Ollesch zeigte einige super Paraden, blieb aber von unglücklichen Toren auch nicht verschont. „Zwar war die Niederlage zu vermeiden, dennoch bin ich nicht geknickt. Mir hat sehr gefallen, wie die Mannschaft in einer Begegnung ohne besonderen Wert nie aufgab und bis zum Schluss engagiert zur Sache ging. Wenn wir diesen Elan auch in den letzten fünf Begegnungen zeigen, werden wir noch einige Erfolge landen“, war Trainer Robertas Cerniauskas vom Auftritt seiner Truppe durchaus angetan.

HCW: Ollesch, Greger; Hamers (1), Schumann (3), Sibbel (1), Klamann (2), Rogat (4), Hodde, Schilling (1), M. Scheunemann, F. Scheunemann (13/3), Schade, Schwitalski (2), Kostuj (1).