1. Mannschaft: HC Westfalia Herne : DJK Oespel-Kley 22:20 (13:9)

1. Mannschaft

Von Manfred Scheibe, WAZ Herne

Was Oskar Kostuj und Richard Sibbel vorher mit den Junioren in der A-Jugend-Bundesliga nicht gelang, schafften sie anschließend als Teil der HCW-Seniorenvertretung: Sieg zum Saisonstart. Die mit zwei Toren von Luke Schumann verheißungsvoll begonnene Partie wurde in der Schlussphase aber noch einmal zu einem Krimi. Nach dem Anschlusstor der Gäste zum 20:21 in der Schlussminute beseitigte Oskar Kostuj mit seinem Treffer im Gegenzug alle Zweifel. „Wir sind alle überglücklich. Es lief zwar noch nicht alles rund, aber die Einstellung stimmte und der unbedingte Siegeswille gab letztlich den Ausschlag“, zeigte sich Trainer Stephan Krebietke durchaus zufrieden. Zu Beginn einer Saison weiß man naturgemäß nicht, wo man leistungsmäßig steht. Und eine gewisse Nervosität erschwert den in der Vorbereitung erarbeiteten Schwung. Der Sieg über die sehr junge Gästetruppe ist nicht gering einzuschätzen, haben doch die meisten Dortmunder Akteure in der letzten Saison in der Jugend-Bundesliga Erfahrungen sammeln können. Mit temporeichen Aktionen verlangten sie der heimischen Abwehr alles ab. Gestützt auf einen solide haltenden Hannes Greger im Tor hielten die Strünkeder erfolgreich dagegen. „Mit nur 20 Gegentoren fällt die Bilanz gegen den torgefährlichen und spielfreudigen Gast äußerst positiv aus“, sieht Stephan Krebietke in diesem Mannschaftsteil noch leichte Vorteile gegenüber dem eigenen Angriffsspiel. „Hier greift noch nicht ein Rädchen ins andere. Es fehlten uns auch die einfachen Tore.“

Gegenüber der Vorsaison hat Westfalia die Spielanlage mit dem Schwerpunkt über den Kreis verändert. Krebietke will bei gegnerischen Reaktionen besser gewappnet sein und mit flexibleren Mitteln die gegnerischen Abwehrreihen vor Probleme stellen. Aus dem Rückraum blieb die Torgefährlichkeit noch etwas hinter den Erwartungen zurück. Mit sieben Feldtoren war Luke Schumann der erfolgreichste Schütze. Wenn der Druck von allen Positionen weiter verstärkt werden kann, werden sicher auch die Räume am Kreis wieder größer.

Dem ersten Spielabschnitt drückten die Strünkeder überwiegend ihren Stempel auf. Lediglich zwischen der 14. und 21. Minute ging die Führung durch vier Serientore zum 6:8 verloren. Ein Kraftakt brachte aber den verdienten 13:9-Pausenvorsprung. Nach der Pause kam Oespel-Kley aber immer stärker auf, verringerte den Rückstand und lag letztlich 19:18 vorne. Der HCW bewies mit Toren von Richard Sibbel, Marvin Scheunemann (2) und Oskar Kostuj Nervenstärke. 

HCW: Greger, Ebereonwu; Kostuj (1), Schumann (7), Klamann, Funke, Rogat (1), Hodde, Schade (3), M. Scheunemann (7/3), F. Scheunemann (1), Eigenbrodt (1), Rödiger, Sibbel (1)